
Gemeinsame Schulwegebegehung in Großen-Buseck: Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr
Am 15.04.2026 fand eine gemeinsame Begehung der Gefahrenstellen des erarbeiteten Schulwegeplans der Goetheschule in Großen-Buseck statt. An diesem Termin nahmen die kommissarische Schulleiterin Frau Dickmann, die stellvertretende Schulleiterin Frau Muscheid, Verkehrspolizist Herr Peller, Herr Below von der Verkehrswacht Gießen sowie Frau Damster und Frau Buhl vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Buseck teil.
Grundlage der Schulwegeplanung ist ein Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport, wonach die Verantwortung für die Erstellung von Schulwegeplänen grundsätzlich bei den Schulen liegt. Vor diesem Hintergrund hat Frau Dickmann gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrkräften und Eltern, einen Schulwegeplan erarbeitet. Dieser stellt auch für die Verwaltung ein wichtiges Instrument dar. Besonders relevant wird dies durch den neuen Erlass zur Verkehrsüberwachung durch örtliche Ordnungs- und Polizeibehörden vom 01.09.2025, der die zulässigen Messörtlichkeiten für Kommunen deutlich einschränkt. Ein rechtsgültiger Messort kann unter anderem ein ausgewiesener Schulweg sein, sofern dieser durch einen offiziellen Schulwegeplan dokumentiert ist.
Im Rahmen der Begehung wurden die zuvor durch eine Elternbefragung ermittelten Gefahrenstellen vor Ort überprüft. Ziel war es, für diese Bereiche möglichst sichere Wege zu finden. Dabei wurde deutlich, dass ein Schulwegeplan keine Garantie für einen vollkommen sicheren Schulweg darstellt. Vielmehr handelt es sich um eine Empfehlung, die unterschiedliche Einflussfaktoren berücksichtigt.
Um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen, konnte Frau Dickmann im Zuge der Schulwegeplanung ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gewinnen, die durch die Polizei zu Verkehrshelfern ausgebildet werden sollen. Geplant ist, diese künftig insbesondere an bekannten Gefahrenstellen einzusetzen, etwa im Bereich vor der Schule, wo „Elterntaxis“ häufig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen führen. Dort können die Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer die Kinder beispielsweise beim sicheren Überqueren der Straße unterstützen. Dieses Projekt befindet sich derzeit in Planung und wird seitens der Gemeinde ausdrücklich begrüßt.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass organisatorische Maßnahmen allein nicht ausreichen, um einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aller Beteiligten: Eltern sollten ihre Kinder frühzeitig und regelmäßig für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren und den Schulweg gemeinsam einüben. Gleichzeitig sind alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhter Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme aufgerufen. Es ist wünschenswert, dass möglichst viele Kinder ihren Schulweg eigenständig – zu Fuß oder mit dem Fahrrad – bewältigen, da dies nicht nur die Verkehrssicherheit fördert, sondern auch die Selbstständigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Kinder stärkt.
Fachbereich Sicherheit und Ordnung
-Gemeinde Buseck-








